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            Solarkocher in Burkina Faso

 

           

  

          

 

 

         

    

 

 

          

 

 

         

 

Bericht Projektbesuch (23. Sept. – 14. Okt. 2017) und Jahresbericht 2017

Das Jahr 2017 war wieder im Hinblick auf unsere angesagten Projekte äusserst erfolgreich, auch finanziell. Wir konnten endlich alle ausführen. Es kamen sogar noch einige dazu.

Schulgarten mit Pumpe und Gartenhaus in Guénon: Dank einer grosszügigen Spende der Kirchgemeinde Fluntern konnten wir beim Lyzeum von Guénon bereits im Januarfür die solare Pumpe eine Bohrung vornehmen. Die 400 Schüler sollten so gesundes Wasser trinken können. Wir hatten Glück. Wir stiessen auf einen unterirdischen See und hatten nun genug Wasser auch für den geplanten Schulgarten und die umliegenden Familien.

 

 

 

 

Schüler bewundern die Bohrung

 

 

 

 

 

Ein Dach auf dem Hof unserer Werkstatt in Bobo: Im Februar konnten wir den Hof unserer Werkstatt  mit einem Blechdach versehen sodass wir nun darin arbeiten können.

 

 

 

Unter dem Schattendach arbeitet man gerne

 

 

 

 

 

Wir hatten auch noch genug Finanzen, um in Guénon mit dem Bau des Garten/Pumpen-Hauses beginnen zu können. Leider ist das Dorf so arm, dass wir das Material , Zement und Backsteine von der Schweiz aus finanzieren müssen. Dies gilt auch für den Hag des Schulgartens. Hingegen die Arbeiten wurden vom Dorf geleistet.

 

 

 

 

Alles ist fertig - Pumpenhaus und Schulgarten

 

 

 

 

Tunneltrockner Ausbildung für Asso in Benin: Im April war Asso für einige Tage in Benin bei Heini Roth, welcher seit Jahren eine grosse Lehr-Werkstatt betreibt. Er machte dort eine Ausbildung für Tunneltrockner, damit wir diese in unserer Werkstatt auch produzieren können. Unser Unterstützungsverein „Notre Soleil Burkina“ will gedörrte Gemüsemischungen produzieren und mit dem Erlös Bäume pflanzen.

 

 

 

 

Tunneltrockner-Ausbildung in Beinin

 

 

 

 

 

Reparatur der Solarpumpe im Jugend-gefängnis: Ebenfalls im April konnte Asso sein Können beweisen, indem er erfolgreich die solare Pumpe des Jugendgefängnisses reparierte, welches wir anlässlich unseres Projektbesuches im Dez. 16 kennen gelernt hatten.

 

 

 

 

Reparatur der Solarpumpe im Jugendgefängnis

 

 

 

 

  

Solarstrom für die Witwen und Waisenvereinigung AVOH:                                                                              Der Verin betreibt eine ziemlich grosse Mangotrocknerei und produziert auch diverse Säfte.                      Leider brauchen die Ventilatoren der grossen Dörrer viel teuren Strom, was den Gewinn der Anlage empfindlich schmälert. Asso konnte die Ventilatoren, den Kühlschrank, die Abpackungsanlage und die Beleuchtung auf Solarstrom umstellen. Dank dem Solarstrom konnte die Elektrischrechnung von 120000 auf 15000 CFA pro Monat gesenkt werden - ein Auftrag, den wir von der Schweiz aus nicht unterstützen mussten.

 

 

 

 

Die Präsidentin zeigt ihren Mango-Dörrofen

 

 

 

 

 

Mehrere Ausbildungen in Photovoltaik: Im ersten Semester des Jahres 2017 machte Asso diverse Ausbildungen in Photovoltaik unter anderem auch für HELVETAS Suisse: In der Region der „Cascades“ bei Banfora lernten 16 Jungen und Mädchen während zweier Wochen die Installation und den Unterhalt von PV-Anlagen. Aber auch die Beschaffung von qualitativ gutem Material kam nicht zu kurz. Es gab mehrere Ausflüge auf den lokalen Markt.

 

 

 

 

 

 

 

Studenten auf dem Dach der Universität Bobo

 

 

 

 

 

 

Erstes Crowdfunding: eine Zusammenarbeit von „notre soleil suisse“ mit SSES Zürich (Société Suisse Energie Solaire) : Unser erstes Crowdfunding für die Gebärklinik des Spitals/ CSPS von Guénon war ein Erfolg. Die angestrebten 9800.- CHF wurden erreicht. Noch im August installierte Asso dort Licht, eine Medikamentenkühltruhe und Ventilatoren. Die SSES war anschliessend bereit, weitere Spenden an Solafrique bis Ende August zu verdoppeln. Diese Grosszügikeit hatte zur Folge, dass wir alle angesagten Projekte in diesem Jahr ausführen konnten. Ein grosses Danke an die Präsidentin Frau Luzia Schwegler und an Frau Diana Hornung für ihren unermüdlichen Einsatz.

 

Dieses Jahr haben mich begleitet: Markus Groner, Daniel Lott, Ulli Schüpbach, und Ramon Schellenbaum . Die drei letzteren sind ausgebildete Elektriker und hatten schon von Anfang an deklariert, dass sie nicht nur Tourismus betreiben, sondern auch arbeiten, installieren, helfen wollten. Wir blieben daher nach der Landung nicht lange in Ouagadougou.

Installationen in Bobo-Dioulasso/Umgebung:

Licht-Installation im Primarschulhaus Samandeni C, Bama: Wir fuhren zuerst zur Mairie von Bama um unser Vorhaben anzumelden, wie es Sitte ist. Angekommen beim Schulhaus erklärte Asso die Arbeit. Schon nach zwei Stunden waren die Module auf dem Dach und die Leitungen zu den Batterien montiert. Um 16.30 hatten alle Lampen geleuchtet. Es gab eine kleine Einweihungszeremonie mit dem Schuldirektor und dem Präsidenten des Elternrates, der uns zwei lebendige „Güggel“ schenkte.

 

 

 

 

Der Bürgermeister von Bama

 

 

 

 

Licht und Ventilatoren für den Kindergarten von Tarfila/Banfora: Diese Installation konnten wir im Auftrage des Schweizer Vereins „Teriasira“ (www.teriasira.org) vornehmen. Neben mehreren Ventilatoren und des Schweizer Vereins mindestens 8 Regletten (Stablampen), innen und aussen wurde auch ein Wechselrichter installiert, sodass die Kindergärtnerin Musik laufen lassen kann. In Burkina Faso gehen die Kinder ab vier Jahren in den Kindergarten. Dank diesem Kindergarten gehen alle Kinder des Dorfes auch in die Schule.

 

 

 

 

Solafrique installiert am Kindergarten

 

 

 

 

 

Sonnenofen –Workshop mit 10 Frauen von Notre Soleil BF: Zum ersten Mal konnten die Bausätze für die 10 Oefen ohne fremde Hilfe innerhalb dreier Tage in unserer Werkstatt vorbereitet werden, dies Dank meinen vier Begleitern Daniel, Ulli, Ramon und Markus, die die entsprechenden Akku-Maschinen wie Stichsäge, Schraubenzieher, Bohrer etc. bestens beherrschten. Asso und seine drei Praktikanten freuten sich riesig über ihr neues Können. Bis jetzt mussten nämlich die im Container angekommenen Maschinen in ihren Schachteln bleiben, da niemand wusste, wie bedienen. Die zehn Frauen schafften so ihren Ofen in einem Tag und unsere Animatrice zeigte ihnen gleichzeitig, wie man im Ofen Brot backen kann. Auch der Parabolkocher und der Tunneltrockner wurden von ihr vorgeführt und stiessen auf lebhaftes Interesse.

 

 

 

 

Hammerfrauen bauen einen Solarofen

 

 

 

 

 

Meetings in Ouaga:

Unser erstes Meeting war in Gampéla etwas ausserhalb der Hauptstadt bei Tipaalga/New Tree/Nouvel Arbre. Franziska Kaguebega – Müller hat dort ein Ausbildungszentrum für Biolandwirtschaft. Wir wollten für den neuen Schulgarten beim Lycée von Guénon Infos und Tipps holen in Bio-Gärtnerei und Bio-Landwirtschaft. So erfuhren wir von Betriebsleiter Francois Braxa Wichtiges über Kompostierung, Bäume pflanzen und Heuproduktion.

Ein weiteres Meeting hatten wir mit dem FEM ONG (Fond Environnement Mondial) . Die neue Chefin, Frau Clotylde Ky ist sehr nett. Sie will unser Energie-Kioskprojekt unterstützen. In einem zweiten Meeting beschliessen wir eine Konvention zwischen FEM-Solafrique- Notre Soleil Suisse. Der FEM wird die Gebäude finanzieren und Solafrique den solaren Teil: Beleuchtung, Anlage zum Aufladen von PCs und Handies und Television. Wir sind übereingekommen, dass der Kiosk in Form eines Bistros nach der Fertigstellung selbsttragend sein muss. Wir beschliessen daher etwa fünf Pilotprojekte an verschiedenen Orten zu machen. Da die Dörfer in Burkina Faso aus weit verstreuten Einzelsiedlungen bestehen, ist dies nicht so einfach. Günstig wäre eventuell in der Nähe eines Marktes, eines Spitals oder Schulhauses wo auch Frauen ohne weiteres hinkönnen.

Mit dem technischen Leiter Herr Signare Lora von Helvetas hatten wir ganz am Schluss unseres Aufenthaltes auch noch ein Meeting. Fazit: Wir beschlossen weiter zusammen zu arbeiten.

Reise in den Süden nach Guénon

Besuch beim Dorfchef von Guénon: Nach einer ca vierstündigen Fahrt erreichten wir über Po die Commune Tiébélé, wo wir in der „Auberge Jean Viard“ übernachten wollten. Noch gleichentags besuchten wir den Dorfchef von Guénon. Wegen der seit Jahren andauerden dorfinternen Zwistigkeiten zweier Familien über das Amt des Dorfchefs wünschte sich dieser sehnlichst, dass Guénon (25000 Ew., 18 sog. „sous-villages“) in eine Commune transferiert wird mit bezahltem Bürgermeister, einem Budget für künftige Projekte , Administration und einer Poizeistation für die Sicherheit.

 

 

 

  

Der Dorfchef von Guénon

 

 

 

 

Kontrollbesuch im Spital (CSPS) von Guénon: Anschliessend besuchten wir das kleine Spital für dessen Maternité wir im Crowdfunding Geld gesammelt hatten. Die Beleuchtung funktionnierte prima.Inzwischen konnte Asso im November auch in den übrigen Gebäuden Licht und Ventilatoren installieren. Wir wurden von einem sehr motivierten, gut ausgebildeten Team begrüsst : Ein Arzt, ein Pfleger mit Geburtshelferausbildung und zwei weitere Pflegerinnen.

 

 

 

 

PflegerInnen und Arzt des CSPS von Guénon

 

 

 

 

 

Die Verhältnisse jedoch waren katastrophal: Keine Dusche für die Mütter, keine Küche, keine Schränke für das Material, keine Möglichkeit chirurgische Geräte zu sterilisieren und kontaminiertes, infiziertes Material angemessen zu entsorgen. Das Schlimmste aber war: Keine Medikamente. Den Frust des Personals kann man sich vorstellen. Sie können nur Diagnosen stellen, Rezepte ausfüllen und die Kranken weiter schicken.

Grosser Empfang beim Lycée von Guénon: Unser letzter Besuch galt dem Lycée von Guénon wo wir dank grosszügigen Spenden eine solare Pumpe und einen grossen Schulgarten einweihen konnten. Wir wurden von einer singenden, tanzenden Frauen-organisation empfangen. Eine Einweihungs-zeremonie im Schulhaus, - welches bereits seit einiger Zeit von uns Beleuchtung erhalten hatte -, folgte. Wir übergaben die mitge-brachten Gartengeräte und wurden wieder mit mehreren, lebendigen „Güggeln“beschenkt.

 

 

 

 

Tanz beim Empfang im Lycée von Guénon

 

 

 

 

Besuch der „Cour royale de Tiébélé“: Bevor wir nach Ouaga zurückkehrten, nahmen wir an einer Führung des königlichen Palastes von Tiébélé teil. Wir erfuhren einiges über die Kultur der Kasena. Es ist zu hoffen, dass dieser wunderschöne Palast mit den bemalten Häusern bald einmal zu einem UNESCO- Kulturerbe und nicht mangels Finanzen den Termiten und dem Zerfall überlassen wird.

 

 

 

 

Der Palast von Tiébélé

 

 

 

 

 

Asso’s Projektziele für 2018

- Photovoltaik-Grundausbildung für Jugend-liche (Gruppen von 10, ♂ & ♀) in jeder der 13 Regionen des              Landes

 - Frauen-Ateliers für Herstellung und Verwendung von Solarofen und -trocknern in jeder der 5 Zonen

- Ein soziales Projekt (Beleuchtung für Schulen, für CSPS, für Kirchen/Moscheen) in jeder der 5 Zonen

- Grosse Fortschritte bei der Entwicklung einer Solarmühle und eines Solarkiosks

Ein grosser herzlicher Dank: Wie man sieht, hat der Verein notre soleil suisse vor Ort an vielen, ganz unterschiedlichen Projekten sehr konkrete Arbeit geleistet und vielen Menschen den Alltag erleichtert, nicht zuletzt Dank der professionnellen Umsetzung durch Solafrique. Der Hauptteil des Dankes gehört aber der Grosszügigkeit unserer Mitglieder und Gönner.

 

Franziska Heusser  -  Im Dezember 2017

Hochstrasse 68, 8044 Zürich

044-322 64 22, 079-328 45 67

fheusser@bluewin.ch

 

 

 

 

 

 

Franziska Heusser  - Coordination

Hochstrasse 68

8044 Zürich / Suisse

fheusser@bluewin.ch

+41 (0)44 322 64 22 M +41 (0) 79 328 45 67

 

Postkonto: 61-419994-4

IBAN CH61 0900 0000 6141 9994 4

   

 

Unser Verein ist durch das kant. Steueramt am 14. März 2018 als gemeinnützig anerkannt worden.

Spenden können damit in der Steuererklärung vom Einkommen abgezogen werden.